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spreewald

05 Februar, 2014 

Urlauburlaub
Die Spreewaldtracht
Arbeitstracht und Festtagstracht aus dem Nachbarort Leipe

Die traditionelle wendische Tracht - jetzt, im allgemeinen Sprachgebrauch, seit vielen Jahrzehnten  auch nur  Spreewaldtracht genannt, ist so wie sie jetzt in Erscheinung tritt, eine Festtagstracht. Entstanden ist sie einst wahrscheinlich aus der Arbeitstracht. Diese Arbeitstracht wird nur noch von einigen wenigen älteren Frauen aus den Ortsteilen Kauper und Kolonie und in einigen anderen Spreewaldorten getragen. In der Öffentlichkeit kaum noch zu sehen. Die Festtagstracht ist hingegen im zunehmenden Maße bei vielen Anlässen wieder zu bewundern.
In früheren Jahren wurde sie oft ohne die aufwendige “Haube”, die eigentlich ein Kopftuch ist, getragen. Das hat sich aber in den letzten Jahren grundlegend geändert. Heute gehört sie einfach wieder dazu. Sie besteht aus einigen großen, bestickten Tüchern die mit zur Hilfe von  vielen Stecknadeln und gut gestärkten grober Leinwand zu diesen kunstvollen Gebilden aufgesteckt werden.

Festtagstracht aus Leipe

Der Rock ist eine Art, in großen Falten gelegter Trägerrock, aus einem schweren Samt mit einem derben Innenfutter aus Leinewand. Den Rock schließt unten ein breites besticktes Band ab. Er wird zusätzlich, mit einer bestickten oder gehäkelten Schürze, auf Dreiviertel des Umfangs abgedeckt. Eine Samtweste und ein großes, wiederum reich besticktes Tuch auf den Schultern festgesteckt, bilden das Oberteil. Um die Hüfte ist ein breites Band mit einer großen Schleife gelegt. An der Burger Tracht wird die Schleife vorn getragen, in anderen Spreewaldorten zumeist hinten. Dazu kommen noch einige Unterröcke und ergeben somit, alles in allem, eine doch recht “füllige” Figur. Auch vom Gewicht her kommen, bei den Trachten aus früheren Zeiten, einige Kilo zusammen.
Diese Tracht, hatten meist alle Frauen, in mehreren Farben zu haben. Zu bestimmten Anlässen wurden unterschiedliche Rockfarben oder sogar im gesamten andere Farben getragen. So zu Beispiel beim Kirchgang, war sie komplett in schwarz. .

Ein typisches Stickmuster an wendischen Trachten

Die Männertracht ist schon Ende des 19 Jahrhunderts durch Gehrock und Zylinder ersetzt worden.
Die Chorgemeinschaft “Concordia” hat sich von dem in Burg beheimateten Trachtenschneider Jakobik die Männertracht des Chores nach Originalfotos vom Fotografen Steffen und einigen Zeichnungen aus alten Kalendern  sowie aus dem Trachtenbuch von Bahlke nachfertigen lassen.
Diese Form der Tracht wurde bis etwa  1890 noch getragen. Sie ist, im Gegensatz zu den Frauentrachten, eher schlicht in graubrauner Leinwand ohne Verzierungen aber mit unterschiedlichem Kragenaufsatz.
Eine gute Übersicht, zur Geschichte der Trachten im Spreewald, ist im Heimatmuseum in Dissen beheimatet

wendische Festagstracht aus Burg

Die Form und Größe der “Haube” ist im Spreewald, von Ort zu Ort, unterschiedlich. Aber kein anderer Ort hat so große “Hauben” wie Burg.  Selbst zur Arbeitstracht gehörte eine “Haube”, die allerdings um vieles kleiner war und auch eben mit einem Kopftuch Ähnlichkeit hatte. So wie die Große der “Haube” und die Aufsteckart, von Ort zu Ort, Unterschiede aufweist ist es auch mit er übrigen Trachtenteilen. An vielen Details kann für einen Kundigen genau der Ort festgelegt werden für den die Tracht repräsentativ steht. Dies hier weiter zu erörtern würde den Rahmen dieser Kurzdarstellung sprengen. 

Kopftuch aus Burg
Rock und Schürze aus Burg
wendische Festtagstracht aus Burg

Adressen von Trachtenstickern und Trachtenschneidereien auf Anfrage.

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