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05 Februar, 2014 

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Wo ist der Spreewald?

 Im östlichen Teil der Bundesrepublik Deutschland im neuen Bundesland Brandenburg liegt südöstlich der Bundeshauptstadt Berlin der Spreewald. Er gliedert sich in den kleineren Unterspreewald und den - um ein Vielfaches größeren - Oberspreewald. An seiner nächstgelegenen Stelle ist der Unterspreewald 50 Kilometer von Berlin entfernt. Mit dem Oberspreewald im Anschluss erstreckt er sich bis nach Cottbus, der heimlichen Landeshauptstadt von Brandenburg, immer der Spree entlang. Der Spreewald ist aufgeteilt auf folgende 3 Landkreise: Spree-Neiße-Kreis (SPN), Oberspreewald-Lausitz-Kreis (OSL) und der Landkreis-Dahme-Spree (LDS).

 Karten
Das Bundesland Brandenburg mit Berlin im Zentrum

Geographische Einzelheiten

Die Spree, die sowohl Unter- als auch Oberspreewald durchfließt und beiden Gebieten den Namen und das Gepräge gegeben hat, entspringt im Zittauer Gebirge und mündet nach 398 Kilometer bei Berlin-Spandau in die Havel. In den Spreewald bringt sie eine Wassermenge zwischen 8 und 13 Kubikmeter pro Sekunde. Diese Menge wird durch einige Speicherbecken im Oberlauf der Spree geregelt.

Der Ober- und Unterspreewald

Der Unterspreewald beginnt flussabwärts der Stadt Lübben. Durch eine natürliche Einengung bei der Stadt Lübben werden die Fließe (so werden die Wasserläufe im Spreewald genannt) des Oberspreewaldes von einigen Dutzend kleiner und größerer Fließe auf 2 Fließe zusammengeführt. Der Unterspreewald ist zumeist lediglich 2 bis 3 Kilometer breit und bis zum Dorf Leibsch rund 17 Kilometer lang. Bis auf ein kleines Gebiet ist der Unterspreewald durch 2 bis 3 parallel verlaufende Fließe geprägt. Beim Dorf Schlepzig ist eine dem Oberspreewald ähnliche Vernetzung der Fließe vorhanden.

Der Oberspreewaldbeginnt nördlich der Stadt Cottbus und erstreckt sich flussabwärts, bei der Stadt Lübben, bis zum Unterspreewald. Die durchschnittliche Breite der Fließe liegt bei unter 4 Meter und deren Tiefe beträgt kaum 1 Meter. Es existieren jedoch auch einige wenige Abschnitte mit bis zu 30 Meter Breite und 6 Meter Tiefe. Die Fließgeschwindigkeit vieler Wasserläufe geht gegen Null. In den "stark" fließenden Gewässern ist sie kaum höher als ein halber Meter pro Sekunde. Die Wasserläufe eignen sich Ideal für eine Befahrung mit dem Paddelboot. Der Wasserstand der Fließe ist an vielen Stellen beinahe identisch mit der Höhe der angrenzenden Wiesen. Das Wasser im Spreewald wird durch eine Vielzahl von Wehren reguliert. In den viel befahrenen Fließen sorgen Schleusen für ein nahezu ungehindertes Vorwärtskommen von Paddelbooten und Spreewaldkähnen.

Die Spree - stromaufwärts von Burg

Die Spree -oberhalb von Burg

Kletterbrücke am kleine Leineweberfliess

Kletterbücke am Leineweberfließ
Diese Brücken werden im Spreewald auch als Bänke bezeichnet.

Der Nordumfluter am Düker bei Schmogrow

Hochwasser, das bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts den Spreewald meist zweimal im Jahr heimsuchte, ist seit der Fertigstellung des Nordumfluters in den 70er-Jahren nur noch eine Ausnahmeerscheinung. Das letzte große Hochwasser gab es Anfang der 80er-Jahre.

Die natürliche Abgrenzung des Spreewaldes ist am überwiegenden Teil seiner Grenzen deutlich zu erkennen. Das Gebiet des Spreewaldes ist in seiner Gesamtheit eine ebene Fläche, die nur an ein paar Stellen deutlich markierte, scharf begrenzte Erhebungen hat. Im Bereich des Ortes Burg sind das die so genannten "Kaupen" (Erhebungen von nur 1 Meter, die als Siedlungsflecken der Spreewaldbauern dienen). In Burg selbst befindet sich der Ortskern um die Kirche herum gut 2 Meter über den umliegenden Wiesen auf einer Erhöhung. Weiter östlich liegen die Maiberge. Sie sind schon von weitem sichtbar als bis zu 5 Meter gegenüber dem Umfeld (!) emporragende "Berge" . Die Außengrenze des Spreewaldes ist an fast allen Stellen durch einen deutlich sichtbaren Geländeabfall auf die ebene Geländeform des Spreewaldes gekennzeichnet. Dieses Erscheinungsbild verursachen die den Spreewald umgebenden Endmoränenfelder der letzen Eiszeit..

Bewaldung
Das Gebiet des Spreewaldes ist überwiegend mit Laubbäumen, als geschlossene Flächen oder an Wegen, Straßen, Gräben und Fließen mit einzelnen Baumzeilen, bewaldet. An den Rändern der Spreewaldniederung findet sich dann die für Brandenburg typische Kiefer - der Kieferbewuchs erstreckt sich teilweise auf sehr große zusammenhängende Flächen.

Nordumfluter bei Schmogrow

Der Nordumfluter an der Bukowitza

Der Nordumfluter bei Lübben

Ein kleiner Maiberg am Radweg Penke-Werben

Ein kleiner Maiberg bei Werben

Der Schloßberg

Der Schlossberg in Burg

Die Landwirtschaft im Spreewald besitzt eine lange Tradition im Gemüseanbau. Schon um die vorige Jahrhundertwende war der Spreewald einer der Hauptproduzenten von Gemüse für Berlin. Da der Grundwasserstand relativ hoch liegt (0,5 Meter bis 1,5 Meter unter der Oberfläche), ist es nicht möglich, große zusammenhängende Anbauflächen zu schaffen: Es würde zur Bildung von Staunässe in der Mitte der Felder kommen. Daher sind Acker- und auch Wiesenflächen meist in Abständen von 50 bis 100 Meter von kleinen Gräben durchzogen, um so die Staunässe abzuleiten. Diese Gräben wiederum sind mit Bäumen und Sträuchern, auf zumindest einer Seite, als Windschutz und zugleich als natürliches Biotop für eine mannigfaltige Pflanzen- und Tierwelt angelegt.

Der Boden ist aufgrund seiner Bodenwertzahl eher minderwertig aber durch seine sandige Struktur - und ein dadurch schnelles Erwärmen im Frühjahr - für den Gemüseanbau sehr gut geeignet. Gemüse von zahlreichen Kohlsorten über Meerrettich, Gurken, Kürbis bis Erdbeeren - es gibt wohl kaum eine einheimische Gemüseart, die im Spreewald nicht mit Erfolg angebaut wird. Neben dem Gemüseanbau sind Rinderaufzucht und Milchviehhaltung eine weitere traditionelle Säule der Landwirtschaft. In meist ganzjähriger, umtriebiger Weidehaltung wachsen gute, leistungsstarke Rinder heran.

Eichenwald auf einen der Maiberge

Eichenwald auf einen der Maiberge

Der Heuschober - Futterreserve in früheren Zeiten

Heuschober - Früher eine Futterreserve

Kürbis - auch als Spreewälder Ananas bezeichnet

Kürbis  - Ananas aus dem Spreewald

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